Skraja Design
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NEWS

22.05.2004 - 05.07.2012

 

 

Bettsy... ich vermisse sie jeden Tag.

 

Bis zu meinem 27ten Lebensjahr hatte ich nie einen Hund. Der Gedanke reifte erst, nachdem mein damaliger Partner undbedingt einen Hund haben wollte.

 

 

Zu der Rasseentscheidung:

Meine Schwester hatte einen Großen Schweizer Sennenhund namens "Bärta" - diese lebte mit meiner Schwester, ihrem Mann, 2 kleinen Kindern und vielen Pferden auf deren Hof. Die Kinder meiner Schwester sind nie zimperlich mit den Tieren umgegangen.
Eines Tages bei einem Besuch, habe ich beobachtet, wie die Kinder meiner Schwester der Bärta an der Rute gezogen haben, an den Ohren gezogen haben, mit "Spielspritzen" auf den Hund eingestochen haben - und zu guter letzt - sich AUF den liegenden Hund gestellt haben, damit die Kinder an die Küchenarbeitsplatte dran kamen.

Bärta lies alles über sich ergehen - ohne ein Muck...

Am Abend brachte meine Schwester ihre Kinder ins Bett und wir haben uns gemütlich an den Küchentisch gesetzt und unterhalten. Bärta stand auf - kam auf mich zu und legte ihren riesigen Schädel in meinen Schoß und schaute mich an - so nach dem Motto: "Streichel mich! Ich habs verdient und nun Feierabend!". DAS war der Zeitpunkt wo ich entschlossen habe:
JA, es kommt ein Hund - aber diese Art/Charakter soll es werden!

 

Im Dezember 2007 war es dann soweit. Bettsy ist über Umwege zu uns gelangt. Zu dem Zeitpunkt war sie schon 3,5 Jahre alt und kaum erzogen.

 

Zu der Erziehung eines Schweizer Sennenhundes muss man einfach sagen: Es sind Charakterhunde, die gerne ihren eigenen Kopf haben - aber dabei nie arglistig oder unfair wären.

 

Nach der Trennung mit dem damaligen Freund, blieb die Bettsy bei mir und ich verlebte viele schöne Momente mit ihr.... bis... Juni 2012.

 

Anfang Juni 2012 bemerkte ich bei Bettsy kleine Beulen zwischen den Schulterblättern. Ich kontaktierte sofort meinen Tierarzt - dieser vermutete einen Ausschlag und hat ihr "nur" eine Aufbauspritze gegeben. Diesen Besuch wiederholten wir, aber es wurde nicht besser.

Da die Schweizer Sennenhunde eine Menge ertragen, bevor diese Schmerzen zeigen, bemerkte ich ansonsten keinen Veränderungen an ihr.

Am 26.06.2012 direkt nach dem Aufstehen - kam Bettsy mit ganz aufgequollenen Augen und entzündeten Leisten auf mich zu - kaum in der Lage zu laufen. Sofort habe ich die nächste Tierklinik aufgesucht...

 

Bettsy musste dort bleiben.

Blutwerte wurden untersucht - Entzündungen festgestellt, die per Tropf und Medikamente behandelt wurden. Am 28.06. durfte ich Bettsy wieder abholen - leider bemerkte ich am Abend, dass es ihr nicht besser ging - als sie am Morgen wieder ihr Futter (und somit auch die Medikamente) ausgebrochen hat, musste ich sie am 29.06. wieder in die Klinik bringen. Das war das letzte mal, dass ich sie lebend gesehen habe.

 

Die Ärzte waren anfangs ratlos, da das Krankheitsbild so nicht eindeutig war. Es wurden Teile der "Beulen" entfernt und zur Untersuchung eingeschickt. Am 04.07. habe ich gegen 20 Uhr erfahren, dass Bettsy an einer Art Leukämie litt und es keine Rettung gab. Ich musste sie erlösen.

Dazu hatte hatte ich keine Möglichkeit mehr. Am nächsten Morgen, kurz bevor ich losfahren wollte, habe ich anweisungsgemäß noch mal in der Klnik angerufen - dort wurde mir gesagt, dass sie gegen 7 Uhr schon verstorben sei.

 

...

 

Das schrecklichste was sich ein Hundebesitzer vorstellen kann: Erst nicht wissen, was dem Hund fehlt und dann nicht mehr die Möglichkeit zu haben, das Tier zu erlösen wenn es Schmerzen leidet. Das wünsche ich keinem. Mir blieb es nur vergönnt mich im Tierkrematorium Peckelsheim von ihr zu verabschieden.

 

Es vergeht kein Tag, wo ich nicht an sie denke.

 

Sie hat mein Leben um vieles bereichert und ich hoffe sie am Ende meines eigenen Weges wieder zu treffen - hinter der Regenbogenbrücke.


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© Ramona Niemeier